Wohngeld und Lastenzuschuss

Leistungen werden angehoben und dynamisiert

Das Wohngeld als staatlicher Mietzuschuss für Mieter oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümer soll helfen, die Wohnkostenbelastung der Haushalte zu senken. Nun plant die Bundesregierung eine Reform: Reichweite und Höhe des Wohngeldes sollen erhöht werden. Auch die lokalen Höchstsätze werden überarbeitet und regional gestaffelt angehoben.

Das Wohngeld als staatlicher Mietzuschuss für Mieter oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümer soll helfen, die Wohnkostenbelastung der Haushalte zu senken. Nun plant die Bundesregierung eine Reform: Reichweite und Höhe des Wohngeldes sollen erhöht werden. Auch die lokalen Höchstsätze werden überarbeitet und regional gestaffelt angehoben.

Geplant ist auch die von Haus & Grund, Wohnungswirtschaft, Sozialverbänden und Mieterbund seit langem geforderte Dynamisierung des Wohngeldes. Es soll künftig regelmäßig und automatisch an die jährliche Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden.

Die zurückliegenden Wohngeldreformen kamen in unregelmäßigen und großen Zeitabständen – zuletzt 1990, 2001, 2009 und 2016. Das stellte ein Problem vor allem für sozial schwache Haushalte, die reformabhängig zwischen einem Anspruch auf Wohngeld oder Grundsicherung wechseln müssen, dar. Dieser Wechsel zwischen den Unterstützungsformen belastete nicht nur die betroffenen Haushalte, sondern auch die Verwaltungen.

Fazit aus Sicht von Haus & Grund:

Das Wohngeld ist ein wichtiger Bestandteil im Gesamtsystem der wohnungspolitischen Instrumente. Die angesichts der Wohnungsmarktsituation dringend gebotene Reform ist ein wichtiger Schritt, um das Leistungsniveau zu stärken und die Reichweite des Wohngeldes zu erhöhen. Haus & Grund Deutschland wird sich für eine Weiterentwicklung des Wohngeldes im parlamentarischen Verfahren einsetzen.